Dieses Blog…

… bleibt bis auf Weiteres zwecks Neuausrichtung inaktiv. Für Ideen und Anregungen zu dem, was ihr gerne lesen und sehen würdet, bin ich jederzeit sehr dankbar.


Der Vogel…

…lebt nicht vom Wurm allein, sondern auch von Körnern auf der Fensterbank. (Berlin, 13.03.2011)


Berlin, Friedrichshain


Zelebriert die Unterschiede!

Ich nutze den heutigen internationalen Frauentag um zu sagen, was mir schon lange auf dem Herzen liegt: Frauen sind nicht wie Männer. Das mag banal klingen. Aber schaut man sich die so hitzig geführten Debatte über die Frauenquote an, wird man feststellen, dass das lange nicht allen klar ist. Entgegen allem, was in der Öffentlichkeit gesagt wird, halte ich es nicht für eine Bereicherung, wenn die Unterschiede zwischen Mann und Frau aufgehoben werden.

Ich will hier keine Argumente für oder gegen die so verherrlichte Gleichstellung der Frau aufführen. Eigentlich will ich nur eins sagen: Frauen sind keine Männer. Und das ist gut so und sollte so bleiben. Ich genieße es nämlich, wenn man(n) mir die Tür aufhält, meinen Koffer trägt oder mich zum Essen einlädt.

Und hier noch zehn Gründe, warum es toll ist, Frau zu sein:

  1. Du musst nicht mit wildfremden Leuten in einer Reihe pinkeln.
  2. Im Kino kannst Du hemmungslos heulen, ohne dass jemand blöd guckt.
  3. Du musst Dein Handy nicht an einer albernen Gürteltasche tragen.
  4. Du kannst Deine Nahrung selbst zubereiten.
  5. Wenn Du keine Lust hast die Bedienungsanleitung für die neuen Technikgeräte zu lesen, dann tust Du einfach so, als würdest Du es nicht verstehen.
  6. Du hast an einer roten Ampel keinen Stress, nur weil neben Dir ein Porsche steht und Du weißt, wie gnadenlos er beschleunigen wird.
  7. Du brauchst nicht die Namen sämtlicher Bundesligatrainer und der Formel 1-Weltmeister der letzten 10 Jahre auswendig zu können.
  8. Dein Gesicht ist morgens niemals kratzig.
  9. Wenn du dich nur ein bisschen für Fußball interessierst, liegen dir die Männerherzen zu Füßen.
  10. Du kennst den Unterschied zwischen den Farben: rot, rosa, orange und lachs.

Happy women day!


Stückwerk

Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche, Berlin. 26.02.2011


Manila Skyline


Noch ein Puzzleteil

Es kommt mir vor als hätte ich erst gestern meine Koffer gepackt, um drei Monate auf die Philippinen zu gehen. Diese drei Monate vergingen wie im Flug und ich bin gerade wieder dabei alles auszupacken, während ich mich langsam an die Eiseskälte gewöhne (um ehrlich zu sein: Ich glaube daran werde ich mich nie gewöhnen).

Intensiv und ereignisreich waren die letzten Monate, das Eine ist klar. Bevor ich das Praktikum antrat wusste ich, dass ich nicht nur journalistisches Handwerkszeug lernen würde, sondern auch fürs Leben.

Hier sind ein paar Dinge, dich ich während meiner Zeit in Asien lernen durfte:

Bei Monsoon hatte ich mehr als genug Gelegenheiten Interview- und Schreibtechniken zu üben. Ich durfte vieles ausprobieren und meine journalistischen Fertigkeiten weiterentwickeln – alles in Englisch.

Bevor ich Deutschland verließ sagte mein Pastor: „Eines der wichtiges Dinge ist, dass man lernt mit anderen Menschen zusammen zu arbeiten.“ Zuerst wusste ich nicht so richtig, was er mir damit sagen wollte. Aber er hatte sowas von Recht. Ich bin dankbar, dass ich die Chance hatte in einem multikulturellen Team zu arbeiten. Kommunikation kann manchmal sehr schwierig sein, wenn jeder einen anderen Hintergrund hat. Aber Vielfalt kann auch ein großer Segen sein und ich habe gelernt unterschiedliche Meinungen und Denkweisen wertzuschätzen.

2011 fing für mich mit einer großen Lektion über Vertrauen an. Das Thema Vertrauen taucht bei mir immer wieder auf. Normalerweise muss Gott mich in Situationen führen, in denen es für mich keinen anderen Ausweg gibt als ihm zu vertrauen. Diese Zeiten hasse und liebe ich. Es sind so harte Zeiten, aber auch so gute. Dieses Mal zeigte Gott mir, dass er für mich und meine Bedürfnisse sorgt und dass ich mich nicht sorgen muss. Während meiner ganzen Zeit auf den Philippinen hat er mich nicht nur finanziell versorgt, sondern mir auch unzählige wertvolle Erfahrungen und Begegnungen geschenkt.

Wenn ich zurück schaue, sieht es aus, als hätte ich die letzten Jahre damit verbracht Puzzleteile zu sammeln. Ich hab so viele unterschiedliche Dinge ausprobiert, so viele interessante Menschen getroffen, etc. Trotzdem kann ich immer noch nicht das ganze Bild sehen, nicht klar erkennen wohin Gott mich führt. Aber ich weiß sicher, dass seine Führung immer gut war, dass seine Antworten immer rechtzeitig kamen (auch wenn er last-minute-Antworten sehr zu mögen scheint) und dass ich nicht den ganzen Weg kennen muss – ich bin nämlich nicht diejenige, die diese Geschichte schreibt.

Meine Zeit auf den Philippinen war ein weiteres Puzzleteil und ich bin sehr gespannt zu sehen, wie es in das Bild passt.


Boracay: Das Hawaii der Philippinen

Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich während meiner Zeit auf den Philippinen noch Boracay zu sehen bekomme – die angeblich schönste Insel hier, von der ich schon so viel gehört hatte.

Aber dann hatte ich doch die Gelegenheit für ein Wochenende dorthin zu fliegen – und es war toll!

Da Boracay im Januar nicht so überfüllt mit Touristen ist (was zu anderen Zeitpunkten tatsächlich eine Plage sein soll), war es richtig entspannt am Strand. Trotz allem sah man sofort überall, dass Boracay vom internationalen Tourismus lebt. Der Strand ist sauber gefegt, die Palmen sind kokusnussfrei und überall gibt es kleine Geschäfte und Restaurants.

Hier ein paar Eindrücke dieser wunderschönen Insel:

Wenn man etwa eine halbe Stunde lief, kam man an die andere Seite der Insel. Der Strand dort ist sehr beliebt bei Surfern und Seglern und ein absoluter Lieblingsort für’s Kiteboarding. Es war dort etwas (!) windig (siehe Palmen):

Für die Kiteboarder ging es dann ab und zu auch in die Lüfte, weil der Wind so stark war, und zwar nicht nur ein bisschen. Ich an ihrer Stelle wäre wahrscheinlich davon geflogen…

Am Strand waren Kinder, die sehr kunstvoll Sandkreaturen bauten (in unglaublicher Gekonnheit und Geschwindigkeit).

Hier unser kläglicher Versuch unsere eigene Sandkreatur zu bauen:


Sawatdee kaa!

Vom 11. bis zum 14. Januar durfte ich für ein paar Tage nach Thailand fliegen, genauer nach Chiang Mai einer Stadt ganz im Norden. Dort sollte ich eine Schule für Missionarskinder besuchen und Interviews mit Lehrern führen.

Die wenigen Tage in Chiang Mai waren für mich sehr intensiv. Da ich nur zwei volle Tage hatte, musste ich in dieser kurzen Zeit alles an Informationen zusammenkratzen, was ich kriegen konnte. Zu meiner großen Erleichterung nahmen die Angestellten der Schule mich sehr freundlich auf und leisteten mir jede nur erdenkliche Hilfestellung, damit ich mein Projekt in so kurzer Zeit schaffen konnte.

Nach den zwei Tagen fuhr ich dort mit einem riesigen Haufen an Informationen, Interviews, Erlebnissen, Eindrücken und einem glücklichen Herzen weg. Ich hatte – wieder einmal – das große Vorrecht Menschen zu treffen, die leidenschaftlich ihre Berufung ausleben. Menschen mit einer ehrlichen Liebe für Jesus und ihre Mitmenschen – so etwas ist ansteckend!

Leider hatte ich kaum Zeit mir Chiang Mai selbst anzuschauen. Aber hier sind ein paar Bilder von meiner Zeit dort:

Ein Sonnenuntergang

Der Night Bazaar, eine der Touristenattraktionen.

Der Sonnenaufgang (ja, ich war früh genug wach!)

Die zwei Notizzettel in Thai, die es mir ermöglichten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren

Deutsch: Allgegenwärtig

Ein buddhistischer Tempel

Straße von Chiang Mai


Coolstes Museum ever!

An unserem letzten Abend in Dumaguete besuchten wir das “Absin House”. Man sagte uns da seien “viele Weihnachtslichter”, was absolut untertrieben war. Spätestens hier mussten wir erkennen, dass Filipinos Weihnachten sehr sehr ernst nehmen.

Man musste einen kleinen Eintritt zahlen und durfte dann in jedem Zimmer dieses Hauses herumlaufen, Fotos machen und staunen.

Die Bilder geben leider nur schemenhaft wider, wie prunkvoll dieses Haus geschmückt war. Es gab nicht einen Gegenstand, der nicht irgendwie mit Lichtern behängt war. Ich hab noch nie so ein vollgestopftes und in allen Farben schimmerndes Anwesen gesehen. Es war wahrlich beeindruckend. Seht selbst…

Es war das coolste Musum, in dem ich je war (das British Museum in London kommt aber gleich danach ;)) und wir hatten unseren Spaß!

(Foto: Daniel)


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